Waschmaschine mit Trocknerfunktion richtig anschließen: Das sollten Sie beachten

Wer sich für eine moderne waschmaschine und trockner in einem entscheidet, hat meist einen guten Grund: Platzersparnis, mehr Komfort und die Möglichkeit, Wäsche ohne Umwege direkt schrankfertig zu bekommen. Doch bevor das Gerät seine volle Leistung entfalten kann, steht ein wichtiger Schritt an: die fachgerechte Installation.

In Mietwohnungen, Altbauten oder bei begrenztem Raum stellt sich oft die Frage: Wo kann das Gerät stehen? Was braucht man für den Anschluss? Und was ist mit der Geräuschentwicklung oder dem Wasserablauf? Dieser Beitrag gibt einen Überblick, worauf Sie bei der Aufstellung achten sollten – damit der Start mit dem Kombigerät reibungslos verläuft.

Voraussetzungen im Haushalt prüfen

Der erste Blick sollte auf die vorhandenen Anschlüsse fallen. Eine waschmaschine und trockner in einem benötigt grundsätzlich:

  • einen Kaltwasseranschluss
  • einen Abwasseranschluss (Siphon, Wandablauf oder Spüle)
  • eine haushaltsübliche 230-Volt-Steckdose

Ein Starkstromanschluss – wie ihn manche herkömmliche Trockner brauchen – ist nicht nötig. Das macht die Geräte besonders flexibel bei der Standortwahl. Sie lassen sich in der Küche, im Bad oder in einem separaten Hauswirtschaftsraum betreiben.

Achten Sie darauf, dass der Boden eben ist und das Gerät sicher steht. Unwucht beim Schleudern kann nicht nur laut werden, sondern langfristig das Gerät beschädigen. Eine Anti-Vibrationsmatte kann helfen, Geräusche zu reduzieren und das Gerät zu stabilisieren.

Wasserzulauf und -ablauf sicher verbinden

Der Zulaufschlauch sollte sicher am Wasserhahn befestigt sein. Viele Geräte besitzen eine Aquastop-Funktion, die im Falle eines Defekts automatisch den Wasserzulauf sperrt. Wer ganz sicher gehen möchte, kann zusätzlich einen mechanischen Aquastop-Zwischenanschluss installieren.

Für den Ablauf gibt es mehrere Möglichkeiten: Entweder in ein festes Wandabflussrohr, in ein Waschbecken mit geeignetem Haken oder in einen Siphonanschluss. Wichtig ist, dass der Ablaufschlauch nicht zu tief hängt – sonst kann es zu Rückfluss kommen oder die Pumpe überlastet werden.

Auf die Lautstärke achten

Moderne Geräte sind leiser als früher – besonders Kombigeräte mit bürstenlosen Inverter-Motoren. Dennoch kann Schleudern in Altbauten oder auf Holzböden deutlich hörbar sein. Achten Sie auf die dB-Angabe beim Kauf: Geräte mit unter 75 dB im Schleudergang gelten als wohnungstauglich.

Wenn das Gerät im Bad oder Flur steht, kann eine Tür mit guter Dichtung helfen, die Geräusche zu mindern. In offenen Küchen empfiehlt sich ein besonders leises Modell mit „Silent-Mode“ oder Nachtprogramm.

Platzbedarf und Umgebung beachten

Ein gängiges Kombigerät hat die Maße 60 × 60 cm und ist etwa 85 cm hoch. Wenn Sie es unter eine Arbeitsplatte integrieren möchten, prüfen Sie die genauen Einbaumaße. Manche Geräte benötigen hinten etwas Luft für die Belüftung oder die Schläuche.

Stellen Sie das Gerät nie zu dicht an die Wand. Mindestens 5–10 cm Abstand sollten eingehalten werden, damit der Schlauch nicht geknickt wird und sich kein Hitzestau bildet. Auch zur Seite sollte etwas Platz für Wartung oder Reinigung bleiben.

Brauche ich eine Genehmigung in der Mietwohnung?

Grundsätzlich darf jede:r Mieter:in eine Waschmaschine betreiben, solange dabei keine baulichen Veränderungen vorgenommen werden und das Gerät keine unzumutbare Lärmbelästigung verursacht.

Wichtig:

  • keine dauerhafte Beschädigung der Küchenzeile oder Wasserleitung
  • Gerät sollte vibrationsarm laufen, insbesondere in Altbauten
  • kein Ablufttrockner (ist bei Kombigeräten ohnehin nicht nötig)

Am besten informieren Sie den Vermieter kurz über die Anschaffung – gerade in Altbauten oder bei älteren Leitungen ist es sinnvoll, die Gegebenheiten gemeinsam zu prüfen.

Erste Inbetriebnahme: Tipps für einen reibungslosen Start

Vor dem ersten Waschen sollten Sie die Transportsicherungen entfernen – oft sind dies Schrauben auf der Geräterückseite, die die Trommel fixieren. Werden sie nicht entfernt, kann das Gerät beim Schleudern stark beschädigt werden.

Dann empfiehlt sich ein erster Leerwaschgang bei 90 °C. So werden eventuell vorhandene Produktionsrückstände ausgespült, bevor Textilien hineinkommen.

Danach steht dem ersten vollständigen Wasch- und Trockengang nichts mehr im Wege.

Fazit: Gute Vorbereitung spart Ärger

Die Installation einer waschmaschine und trockner in einem ist kein Hexenwerk – aber sie sollte mit Sorgfalt erfolgen. Wer auf passende Anschlüsse, einen sicheren Stand und die richtigen Materialien achtet, wird lange Freude am Gerät haben.

Besonders in Mietwohnungen oder bei begrenztem Raum ist das Kombigerät eine kluge Lösung. Es spart Platz, bietet Komfort – und ist oft einfacher unterzubringen als gedacht. Mit ein wenig Planung und Aufmerksamkeit bei der Installation steht einem sauberen, leisen und zuverlässigen Wascherlebnis nichts mehr im Weg.

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